Die Idee

Nichts ist sicher. Nicht einmal, dass du stirbst. 

Als der Körper meines Bruders viel zu früh begraben wurde, habe ich darüber nachgedacht, ob ich ihn wohl irgendwann wiedersehen könnte.

Die Seele, so heißt es, verlässt den Körper, wenn dieser abstirbt. Das meint man wohl mit Geist aufgeben. Aber wo ist sie dann hin?

Und da war sie schon, die Idee.

Was, wenn die Seele das Bewusstsein speichert und so die Geschichte unseres ganzen Lebens mit sich nimmt? Macht etwas anderes überhaupt Sinn?

Und in welcher Form lebt sie dann weiter?

In meinen Kopf habe ich eine sehr große, komplexe Seelenwelt aufgebaut, von der ich erwartete, dass ich darin auch meinen Bruder wiederfinden könnte.

Und mit diesem Gedanken fing mein persönliches Abenteuer an: das des Schreibens.

Die Bücher

Der erste Band meiner geplanten Trilogie, Seelenkämpfer, half mir dabei, die Seelenwelt aufzubauen. Ich habe diese Fantasy-Story mit einem realen Ereignis verknüpft und eine fiktive Geschichte darum herum gebaut. Der Fall des Klöppels der großen Petersglocke in Kölner Dom, (der Klöppel brach am 6.1.2011 tatsächlich aus der Halterung) diente dazu, zwei junge Protagonisten einzuführen, deren Freundschaft bei dem Kampf um die Lösung eines Rätsels auf eine harte Probe gestellt wird.

In Band 2, Die Zwillinge, gehe ich weiter. Hier wird ein tatsächliches, historisches Geschehen eingebaut: den Versuch eines Völkermordes.

Den Roman habe ich – kein Scheiß – nur für Euch geschrieben. Beim Schreiben musste mich anpassen, meinen Schreibstil verändern. Weniger erzählen, aber dafür mehr Handlung einbringen.

Ich hoffe, es ist mir gelungen, in einer fantastischen Geschichte, unterhaltsam Wissen über deutsche Vergangenheit zu vermitteln.

Der Autor

Ich heiße Georg Kruse und habe als offenes Pseudonym den Namen Rupert von Cölln gewählt. Das hat damit zu tun, dass ich in Köln geboren wurde (1959) und den Alias einfach passender für die Geschichte finde.

Und, weil ich die Stadt Köln liebe, wie sie wahrscheinlich nur ein Kölner lieben kann: leidenschaftlich subjektiv und übertrieben kritisch. Deswegen habe ich die Stadt auch nie verlassen, nur für Urlaube oder Recherchen. Ich kann sie einfach gut riechen und hervorragend über sie lästern.

In den 80igern des letzten Jahrhunderts (!) habe ich Geschichte studiert und meinen Magister gemacht. Nach dem Studium bin ich überwiegend meinen Berufungen gefolgt: Schauspiel und einer gewissen Freude an Verwaltung von Prozessen in sozialen Einrichtungen.

Jetzt schreibe ich. Und werde es vermutlich tun, bis meine Existenz in die Seelenwelt übergeht, denn ich bin, was Wim Wenders einen „Macher“ nennt, und für die gibt es kein Rentenalter.