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Recherche

Substantiv, feminin [die]

·        intensives Sichbemühen, etwas herauszufinden, sich Informationen, Kenntnisse o. Ä. zu verschaffen

Diese Definition von Recherche entstammt Oxford Languages.

Was es bedeutet, zu recherchieren, habe ich beim Schreiben dieses Romans besonders erfahren. Recherche ist die Grundlage für das Schreiben, ob nun in Büchern zur Unterhaltung oder in Texten für die sogenannte Öffentlichkeit.

Um sich objektives Wissen über eine Sache zu verschaffen, reicht es nicht, sich auf eine Quelle in einem Medium zu verlassen oder zu beziehen.

Damit ihr einen Überblick darüber bekommt, wie und was ich für Seelenkämpfer recherchiert habe und immer noch recherchiere, habe ich diesen Menü-Punkt eingerichtet.

Die von mir recherchierten und verwendeten Bücher, Aufsätze und Artikel sind beispielhaft. Vollständigkeit war nie ein Ziel, dafür reicht selbst eine KI nicht aus. Auch nicht die Kapazität meines Gehirns.

Mein Ziel war es aber, nach bestem Wissen und Gewissen daran zu arbeiten, die Wahrheit zu erforschen. Das war das Mindeste, was ich versuchen musste. RvC

Kapitel 1  Alpträume und Seelengeschichten  Rupert von Cölln

005519  Rupert schreibt

Halt! – Ich muss Euch erst noch etwas zur Vorgeschichte von diesem Buch erzählen. Meine Quelle sind die Geschichten von Jonas Burger, einem Kölner. Er sucht mich immer wieder auf (hin und wieder auch noch ein paar andere, nicht zu identifizierende Gestalten), und berichtet mir von recht absurden Abenteuern, die er seit 2011 erlebt. Dabei behauptet er, seine Berichte von einer Seelenwelt seien wahr: Als ob das ein Mensch glaubt!

Jetzt ist er wieder mitten in der Nacht mit einer neuen Geschichte bei mir reingeplatzt, dabei habe ich die erste noch nicht verdaut. Vielleicht erinnert ihr Euch, es ging um den zerborstenen Klöppel der großen Petersglocke im Kölner Dom und um eine Seelenwelt, deren Bewohner Einfluss auf die Menschheit nehmen. Meine Tochter Cordula hat gesagt: Krass. (Ich habe die Ereignisse hinten im Buch kurz zusammengefasst, falls es interessiert.)

Also, Jonas Burger zwingt mich förmlich, seine „Erlebnisse“ aufzuschreiben. Und ist so dreist, sich auch noch in meinen Stil einzumischen. Schreib nicht so episch, meinte er. Komm diesmal was schneller zur Sache, der Hintergrundstoff ist wichtig! Jugendliche legen das Buch nach einer halben Seite aus der Hand, wenn du da ewig am Palavern bist. LEUTE! Sowas habe ich ja besonders gerne! Und dann hat er auch noch Recht.

Finanziell will er nichts, da lacht er nur. Ha, es geht nicht um Geld, Rupert, es geht darum, dass du das aufschreibst, bevor du alles vergisst. Und, dass es erscheint.

Als ich zögerte, wurde er wütend. Das war nicht das Ende, Rupert! Hast du da irgendetwas nicht verstanden? Die Geschichte der Seelen hat kein Ende, allenfalls gibt es niemanden mehr, der sie erzählt. Aber noch erzähle ich; und du musst weiterschreiben! Denn es ist wichtig. Diese Dinge sollten nie in Vergessenheit geraten. Denn es ist Geschichte. Verstehst du! Tu verdammt noch mal deine Pflicht!

Okay, das ist es wirklich, eine Pflicht. Denn die Geschichte hinter der fantastischen Geschichte, leider ist sie tatsächlich so wahr, wie etwas nur wahr sein kann, bis ins Letzte bezeugt. Es geht nämlich um den Nationalsozialismus und den Versuch, ein ganzes Volk zu vernichten. Schreib es, Nazis sind kacke, sagt auch Cordula, meine Tochter. Das weiß ich, habe ich gesagt und mir überlegt, alles, was mit dem Holocaust und dem 3. Reich zu tun hat, mit Literaturhinweisen in Fußnoten zu belegen, damit da keiner sagen kann, das sei erfunden. Bei dieser Seelenwelt kann ich natürlich nichts nachweisen. Das kann natürlich fiktiv sein. Trotzdem, wenn dir jemand erzählt, was dich nach deinem Tod erwartet?! Dass manches von dem unglaublichen, angeblichen „Schwachsinn“, der kursiert, tatsächlich wahr ist? Zum Beispiel diese Sache mit dem Siebten Himmel, was, wenn das stimmt? Wenn das ein Zustand ist, den Seelen erreichen können? Wenn die Räume zwischen den Himmelskörpern im Universum bewohnt sind, obwohl alle denken, da wäre nichts! Sagt mir nicht, dass das nicht interessant wäre. Das ist schon irgendwie irre. Hm, jedenfalls hat es mich gepackt. Die Menschen durchqueren zu Fuß die Antarktis und fliegen bald zum Mars. Von allem berichten sie, nur nicht vom wirklich letzten Abenteuer des Menschen, dem Tod. Mit ihm ist unser Leben am Ende. Finito. Aber auch unsere Existenz? Ist der Tod Teil des Lebens? Klingt simpel, oder? Und das Leben danach, das sogenannte ewige Leben, das ist Glaubenssache. Niemand weiß, ob und wie es weitergeht.

Jonas meint, er weiß es schon.

Wenn er mich aufsucht, kann ich ihm nicht ausweichen. Und ich schreibe weiter. Auch wenn es diesmal ein sehr heftiges Thema ist. Zieht euch warm an, liebe Leute, es wird hart, es ist gewissermaßen ein Alptraum. Hm, zwischendurch tauchen übrigens ein paar ganz nette, ältere Figuren auf, die mir persönlich wichtig geworden sind. Die wollte ich natürlich nicht einfach aus der Geschichte kicken. Liest sich aber auch recht prickelnd.

Okay Leute, mein Fazit: Es geht ja echt nichts über einen Fantasy-Roman. Aber die Wirklichkeit, die haut mich einfach um.

Viel Spaß beim Lesen und schöne Grüße,

Rupert am 23.04.2011

 

 

P.S. Noch ein Tipp zu den Fußnoten und Anlagen: Ich denke, die kurzen kann man lesen, ohne dass der Lesefluss gestört wird. Die langen sind hinten im Buch und können – auch später gelesen – ganz hilfreich sein.

Shoah
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